Gedanken zum ersten Advent

Die Adventszeit ist eine Zeit, in der man Zeit hat, darüber nachzudenken, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen.
(Gudrun Kropp (*1955), Lyrikerin, Aphoristikerin, Kinder- und Sachbuchautorin)

Vier Adventswochen liegen vor uns. Weihnachten naht. Dieser Termin steht schon fest. Wie durch eine Tür treten wir morgen am ersten Adventssonntag in die Zeit des Advents. Was werden wir hinter dieser Tür für uns entdecken? Unseren Alltag erleben wir in der Adventszeit oft besonders gefüllt und mit vielen Aufgaben. Es sind wahrscheinlich vier Wochen voller Geschäftigkeit, vielleicht mit Kekse backen, Wohnung schmücken, Geschenke besorgen. Nikolausstiefel füllen, Tannenbaum kaufen, Weihnachtsschmuck aus dem Keller holen. Adventsfeier bzw. musikalischer Abend in der Schule, Adventsfeier im Betrieb, Adventsfeier im Verein, Weihnachtsmärkte besuchen und und und …

und nebenbei: Arbeit wie immer, Haushalt wie immer. Irgendetwas davon weglassen fällt schwer. Geht oft auch gar nicht.

Die Adventszeit kann aber auch der Gelassenheit dienen. Eine stille Zeit der Besinnung. Früher waren die Adventswochen als Phase der Vorbereitung auf Weihnachten eine Fastenzeit. Es galt: weniger essen, weniger arbeiten, aber mehr Stille und Meditation. Es lohnt sich zu überlegen, was einem wirklich wichtig ist. Umso wertvoller sind die Akzente in dieser Zeit, die uns helfen, auf dem Weg durch den Advent persönlich und mit anderen innezuhalten. In den geschäftigen und den gemütlichen Zeiten den Ursprung, den Sinn und das Ziel unseres Lebens im Blick haben. Versuchen wir also gelassen im Advent zu bleiben.

In diesem Sinne wünschen wir all unseren Freunden, Förderern und Unterstützern einen guten Start in die Adventszeit und Bedanken uns für das von Ihnen allen entgegengebrachte Vertrauen und Ihre Hilfe.

Ihr Förderverein “Freunde der Liebfrauenschule e.V.”