Pflanz-Aktion am Atrium

Ich machte mir Sorgen um das Unkraut, die Anzahl der Helfer und wie viele Pflanzen zur Verfügung stehen würden.
Zuviel Unkraut im alten Beet, der Pflanzerfolg war fragwürdig. Aber zwei Tage vor der Pflanz-Aktion halfen am Donnerstag die Klassen 8a, 8b und 8d tatkräftig beim „Unkraut zupfen“.
Noch mittags ging ich davon aus, dass wir nur 9 gekaufte Büsche zur Verfügung hätten. Aber als ich am Abend beim Pflanzcenter „Der Holländer“ nach einer Blumenspende fragte, wurde ich mit fast 600 Stiefmütterchen überrascht. Ich hatte am Tag zuvor mein Anliegen per Mail mitgeteilt.
beet3_unnamedAngesichts der „Blumenflut“ erledigte ich den Transport schon am Freitag.

In der Schule angekommen -es war gerade große Pause-, wollten alle Schüler beim Ausladen helfen. Die Motivation war so groß, dass eine Schülerin verschmitzt zur Antwort gab: „Stell dich hinten an, wenn du Blumen tragen willst“.
Außerdem erhielt ich weitere Helfer-Zusagen für Samstag zur Pflanz-Aktion.
Samstag, 10.00 Uhr stellte sich ein Schüler ein. „Noch keiner da?“ war seine Frage.
„Die kommen schon noch“, antwortete ich. Und schon 15 Minuten später konnte ich die 10 Schüler nicht alle gleichzeitig beschäftigen. Alle wollten nur eines: Pflanzen.

Aber das war leider der 3. Teil unserer Arbeit. Drei Schritte waren nacheinander nötig:
1. Abstützen der Buchsbaumhecke: Dazu wurden dicke Stämme aus Rubinienholz und Eiche ins Erdreich gesetzt und mit Holzpflöcken im Boden verankert.
Einige Schüler versuchten es und bekamen rechtzeitig Unterstützung von Herrn Wiegand und Herrn Sücker. Nun ging es zügig voran, die Zusammenarbeit klappte hervorragend.
2. Mutterboden (8 m3) ins Beet bringen und verteilen. Mit Eimern und Schubkarren ging es los. 12.00 Uhr: Der Erdhaufen aus Komposterde war so riesig, dass die Zeit nicht ausreichte, die Arbeit in 2 Stunden zu schaffen. Erst als Herr Ankowitsch eine Rampe aus Steinen baute, um die gefüllten Schubkarren ins Beet zu kippen, ging es viel schneller.
3. Pflanzung: Gleich darauf konnten die ersten Stiefmütterchen gepflanzt werden. Diese Aufgabe war gar nicht so klar, wie es schien und musste oft erklärt werden.

Der Holländer am Olympiastadion hatte uns mit einer riesigen Spende bedacht:
Fast 600 Stiefmütterchen (gelbe Schweizer Riesen) und weitere 10 Stiegen mit
3x Tulpen, 3x Osterglocken / Narzissen, 2x Traubenhyazinthen und mehr.

Der Verein kaufte noch 9 Büsche dazu: Rhododendron 7x, Weigelie, Gold-Ginster.

Von Eltern erhielten wir zum einen das Wohlfühlpaket „duftende Kräuter“, zum anderen 2 große Ginster; von Frau Wehr 18 Buchsbäumchen.

Einige Helfer blieben noch länger als geplant, so dass alle Pflanzen in den Boden kamen. Zum Schluss konnte ich mit dem Schlauch alles bewässern.

Für die Statistik: Bei der Pflanz-Aktion halfen 15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a, 7d, 8a, 8c, 8d, 9b; sowie 5 Mütter, 3 Väter und Frau Wehr.

Nach 5 Stunden intensiver Arbeit waren 50 m2 Beet auf 28 m Länge bepflanzt.
Ein großartiges Ergebnis! Wir hatten viel Freude dabei.

Der Förderverein bedankt sich bei allen Helfern und Spendern herzlichst.

Die Durchführung dieses Projektes hat mir wieder viel Freude bereitet.

Ihre Beate Spiekermann

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